Sören Urbansky is a historian of Russia and China in the modern era, specializing in imperial and racial entanglements, emigration and the history of borders. Before he joined the German Historical Institute in Washington, D.C., he has taught Chinese and Russian history at the Universities of Munich and Freiburg and was a postdoctoral fellow at the University of Cambridge.

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An den Ufern des Amur: Die vergessene Welt zwischen China und Russland, München: C.H.Beck, 2021.

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Die “Sachbücher des Monats April 2021”
—Die Bestenliste von ZEIT, ZDF und Deutschlandfunk Kultur

Die “Sachbücher des Monats September 2021”
—Die Bestenliste von Die Literarische Welt, Neue Zürcher Zeitung, Ö1 und WDR 5

Am Amur stoßen auf einer Länge von knapp zweitausend Kilometern China und Russland aufeinander. Sören Urbansky ist ein Jahr lang vom Baikalsee bis zum Japanischen Meer durch die abgelegene Grenzregion gereist. In seiner fesselnden Reportage vom “Schwarzen Drachen”, wie die Chinesen den riesigen Strom nennen, versteht er es meisterhaft, an unscheinbaren Begebenheiten, vorerst noch kleinen Beben und Brüchen, die großen tektonischen Verschiebungen der Supermächte abzulesen.

Wo der Norden Chinas sibirisch wird und der Südosten Russlands zunehmend chinesisch, stehen die beiden autoritären Imperien Rücken an Rücken zueinander. Bis zum Zweiten Weltkrieg kämpften hier die Sowjetunion und Japan um die Vorherrschaft. Auf der Suche nach Spuren der Geschichte ist Sören Urbansky auf eine erstaunliche chinesisch-russische Gegenwart gestoßen. In seinem wunderbar anschaulich erzählten Buch berichtet er von prosperierenden chinesischen Metropolen und erstarrten russischen Orten auf der anderen Seite des Flusses – vor wenigen Jahrzehnten war das Gefälle noch umgekehrt. Er besucht Städte wie Harbin im Nordosten Chinas, einst “Moskau des Ostens”, und Wladiwostok, das erträumte russische San Francisco, und ist zu Gast bei einfachen Menschen, die fließend Chinesisch und Russisch sprechen und ihre Soljanka mit Stäbchen schlürfen. Sein einfühlsamer Bericht kommt den Profiteuren und Verlierern der Grenze ganz nahe und erlaubt gerade dadurch ungewöhnliche Einblicke in den Zustand der beiden Großmächte und ihr spannungsvolles Verhältnis.

Lesung aus An den Ufern des Amur in Hamburg im September 2021

Sören Urbansky bei DLF Kultur “Im Gespräch” mit Katrin Heise

“Urbansky gelingt es, die großen historischen und politischen Linien mit den Lebenswelten der Menschen zu verbinden.”
Frederik Rother, Deutschlandfunk

“Gerade in Zeiten eingeschränkter Mobilität ist es ein Gewinn, diesen Blick in die Ferne mit dem Autor zu teilen und vielleicht einige überkommene Deutungen zu korrigieren.”
—Gudrun Braunsperger, Frankfurter Allgemeine Zeitung

“Urbanskys Buch mit seinen vielschichtigen Einblicken in eine sehr fremde und weit entfernte Welt macht sofort Lust, Derartiges sobald wie möglich auch wieder selbst zu erleben.”
—Hans Gasser, Süddeutsche Zeitung

“Schließt mit diesem großartigen Buch eine Wissenslücke.”
—Matthias Schmidt, MDR Kultur

“Die Reise eines jungen Historikers durch die wechselvolle Geschichte einer Grenzregion (…) so lebendig erzählt, dass einem Manzhouli, Harbin oder Wladiwostok direkt vor Augen stehen.”
—Gregor Dotzauer, Tagesspiegel

“Wer Sören Urbanskys Reportagen aus dem chinesisch-russischen Grenzgebiet an den Ufern des Amur liest, kann sich dem Abenteuer nicht entziehen.”
—Victor Mauer, Neue Zürcher Zeitung

“Und beim Lesen, ja, da packt einen das Fernweh. Man wäre gern auf dem einen oder anderen Wegstück dabei gewesen.”
—Cornelia Grobner, Die Presse

“Sören Urbansky ist in der Region, über die er schreibt, zuhause. Das ist bei der Lektüre spürbar und das macht sein Buch so besonders lesenswert. Herausragend ist auch die Vielfalt an Stimmen, die in dieser Reportage zu Wort kommen.”
—Sophie Menasse, Ö1

“Urbansky gelingt es, diese Region fast so groß wie Europa plastisch darzustellen und mehr Interesse an ihr zu wecken.”
—Stephan Schütz, Geographische Rundschau

“Sprachlich eleganter und kurzweiliger kann die Geschichte einer der brisantesten Grenzen der Welt, an der sich zwei Rivalen Rücken an Rücken gegenüberstehen, nicht sein.”
Landeszeitung für die Lüneburger Heide

“Zwischen Backpacker-Abenteuer und historischer Unterrichtsstunde, anekdotischem und panoramatischem Zugriff, Menschenporträts, Stadtansichten und Landschaftsbeschreibungen, gelingt es Urbansky, in der Vergangenheit der Glücksritter, Schmuggler und Spione die Gegenwart aufzuspüren – und in der Gegenwart die Vergangenheit.”
Potsdamer Neueste Nachrichten

“Eine Reise an einen langen vergessenen Schauplatz der Weltgeschichte – genau beoabachtet, historisch kenntnisreich, elegant geschrieben.”
—Karl Schlögel

“Ein Stück erlebte Seidenstraße!”
—Theo Sommer

Beyond the Steppe Frontier: A History of the Sino-Russian Border, Princeton: Princeton University Press, 2020.

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Winner of the Klaus Mehnert Dissertation Award
—German Association for East European Studies

The Sino-Russian border, once the world’s longest land border, has received scant attention in histories about the margins of empires. Beyond the Steppe Frontier rectifies this by exploring the demarcation’s remarkable transformation—from a vaguely marked frontier in the seventeenth century to its twentieth-century incarnation as a tightly patrolled barrier girded by watchtowers, barbed wire, and border guards. Through the perspectives of locals, including railroad employees, herdsmen, and smugglers from both sides, Sören Urbansky explores the daily life of communities and their entanglements with transnational and global flows of people, commodities, and ideas. Urbansky challenges top-down interpretations by stressing the significance of the local population in supporting, and undermining, border making.

Because Russian, Chinese, and native worlds are intricately interwoven, national separations largely remained invisible at the border between the two largest Eurasian empires. This overlapping and mingling came to an end only when the border gained geopolitical significance during the twentieth century. Relying on a wealth of sources culled from little-known archives from across Eurasia, Urbansky demonstrates how states succeeded in suppressing traditional borderland cultures by cutting kin, cultural, economic, and religious connections across the state perimeter, through laws, physical force, deportation, reeducation, forced assimilation, and propaganda.

Beyond the Steppe Frontier sheds critical new light on a pivotal geographical periphery and expands our understanding of how borders are determined.

Book presentation, Modern China Lecture Series, Fairbank Center for Chinese Studies, Harvard University, September 2020

New Books Network Podcast with Ed Pulford

“A brilliant cross between a Lonely Planet Guide for the place you never wanted to visit and a serious academic study of life in imperial borderlands. It’s an interdisciplinary cocktail of history, politics, economics, sociology and anthropology.”
—Sergey Radchenko, China Quarterly

“Urbansky’s remarkable study manages to embed the history of Sino-Russian international relations into the messy and wavering social reality of a borderland that was also shaped by the cultures, agendas, and material interests of the successive generations of its inhabitants.”
—Niccolò Pianciola, Slavonic and East European Review

“Although presented as a history, Beyond the Steppe Frontier has considerable explanatory value for anyone who finds post-Soviet developments surprising or in any way ‘new’.”
—Peter Gordon, Asian Review of Books

“Eine ‘histoire totale’ der russisch-chinesischen Grenze, in der die Perspektiven auf Politik, Diplomatie und Gewalt mit denjenigen auf Wirtschaft, Kultur und Migration verschmelzen. Beyond the Steppe Frontier ist mehr als die Geschichte einer Grenze – es ist eine Geschichte der Sowjetunion und von China von ihren Peripherien her erzählt, mithin eine Geschichte von Staatlichkeit im 20. Jahrhundert.”
—Martin Wagner, Neue Zürcher Zeitung

“This is a rich account of one of the world’s longest national borders.”
—Kristin Stapleton, Choice

“Sören Urbansky ist ein beeindruckendes Panorama über einen langen Zeitraum gelungen, in dem alltägliches Handeln und staatliche Präsenz an den Grenzen sichtbar werden.”
—Nenad Stefanov, H-Soz-Kult

“A useful and interesting book, from start to finish.”
—Austin Jersild, Russian Review

“Beyond the Steppe Frontier provides a rich resource for the region it covers, and for the many previous and current parallel situations.”
—Meryem Hakim, Insight Turkey

“His study offers an engaging narrative of the steady progress toward closing one of the world’s longest borders.”
—Matthew P. Romanielllo, Slavic Review

“This is a fine new addition to our understanding of borders and Sino-Russian relations. Any serious work on borders in Russian history will certainly have to take stock of it.”
—Paul W. Werth, Kritika

Beyond the Steppe Frontier zeigt fundiert und gleichzeitig anschaulich die Dynamiken der chinesisch-sowjetischen Grenze in den Zeitläuften auf.”
—Eva-Maria Stolberg, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas

“This is an exhaustively researched, engagingly written book that deftly weaves in both national and local … perspectives to illustrate the complexities of border formation.”
—Yuexin Rachel Lin, Connections

“This book offers a fresh look at the process of border making along the Argun frontier region.”
—Victor Zatsepine, Pacific Affairs

“His work also challenges the narrative that city bureaucrats, or metropoles, influenced the borders when actually people on the ground that worked on the rail, farm, or served as guards in these remote locations, did so.”
—Daniel Falcone, CounterPunch

“This is a book whose rare scope and authority offer much to historians and social scientists interested—as all should be—in the overlaps and collisions of two polities with indisputable importance to global affairs over the past 300 years.”
—Ed Pulford, Journal of Modern History

“A truly nuanced account that captures how both states and local people created this particular borderland.”
—Johan Elverskog, Region

Beyond the Steppe Frontier offers a sweeping history spanning three centuries, and an anthropological close-up into the quotidian lives of Chinese and Russians, Mongols and Cossacks. The result is a colorful and vivid account of the Russian-Chinese borderland.”
—Sebastian Conrad, Free University of Berlin

“This masterly panorama brings history vividly to life. Urbansky does not restrict himself to the empire-centered narratives of Russia and China, but uses meticulous research to bring us the voices of ordinary borderlanders, from communist partisans to smugglers. Beyond the Steppe Frontier is microhistory within macrohistory, a superb feat of sleuthing that introduces a cornucopia of fresh materials while also providing a compelling analysis of the volatile relations between these two giant countries.”
—Caroline Humphrey, University of Cambridge

“This is the first comprehensive history of the Sino-Russian border, from the late seventeenth century through to the disintegration of the Soviet Union. Once the longest land border in the world, it is also one of the less studied, making this work an important contribution to the field of border studies. Impressively balancing microhistorical research with the bigger picture of international relations, this is a major work.”
—Thomas Lahusen, University of Toronto

“Beyond the Steppe Frontier takes a historical look at a little-known region located at the present-day intersection of Russia, China, and Outer Mongolia. Drawing on a wide range of sources, including eyewitness accounts, interviews, and archival materials, Urbansky brings to life the varied and rich experiences of the local inhabitants, from nomadic herdsmen, merchants, artisans, and Cossacks, to border guards and visiting foreigners.”
—Alfred Rieber, University of Pennsylvania

“In this remarkable book, Urbansky’s extensive archival research on both sides of the Argun river yields a riveting look at a shape-shifting frontier. The result is a comparative and linked history of Chinese and Russian state-building efforts, and a nuanced exploration of transborder connections among nomads, pastoralists, peasants, and ethnic groups. This is an outstanding contribution to boundary and borderland studies.”
—Peter Sahlins, University of California, Berkeley, and author of Boundaries

Kolonialer Wettstreit: Russland, China, Japan und die Ostchinesische Eisenbahn, Frankfurt: Campus, 2008.

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Zwischen der Mongolei und Korea liegt die Mandschurei, ein zu Beginn des 20. Jahrhunderts dünn besiedeltes, aber rohstoffreiches und strategisch wichtiges Gebiet. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts versuchten sowohl Russen als auch Japaner, dieses Gebiet zu erringen. Russland begann daher 1896 mit dem Bau der Ostchinesischen Eisenbahn, die eine exterritoriale Verlängerung der Transsibirischen Eisenbahn war und deren Geschichte Sören Urbansky hier erzählt. Die Bahn erweist sich als Verkehrs-, Kommunikations- und Kolonisationsmittel: Sie war nötig für den Transport von Menschen und Waren und den Austausch von Informationen. Den kolonialen Wettstreit gewannen am Ende die Chinesen: Sie nutzten die Eisenbahn am umfangreichsten zum Transport von Siedlern. 1952 übergab die Sowjetunion die Ostchinesische Eisenbahn an die Volksrepublik China damit endet dieses spannende Lehrstück der Kolonialgeschichte.

Interview mit Alexander Kluge im November 2015

“A welcome and long overdue study.”
Chia Yin Hsu, Russian Review

“Written in a refreshing lively style often missing in publications of this kind.”
Ylva Monschein, H-Net

“Ein gutes, lehrreiches Buch.”
Christian Jostmann
, Süddeutsche Zeitung

“Ein sehr lesenswertes Buch, nicht nur wegen seiner Fülle an Informationen, sondern vor allem auch wegen der Anschaulichkeit der Darstellung.”
Klaus Heller, Osteuropa

Yellow Perils: China Narratives in the Contemporary World, Honolulu: University of Hawai’i Press, 2018. (Ed. with Franck Billé) 

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China’s meteoric rise and ever expanding economic and cultural footprint have been accompanied by widespread global disquiet. Whether admiring or alarmist, media discourse and representations of China often tap into the myths and prejudices that emerged through specific historical encounters. These deeply embedded anxieties have shown great resilience, as in recent media treatments of SARS and the H5N1 virus, which echoed past beliefs connecting China and disease. Popular perceptions of Asia, too, continue to be framed by entrenched racial stereotypes: its people are unfathomable, exploitative, cunning, or excessively hardworking. This interdisciplinary collection of original essays offers a broad view of the mechanics that underlie Yellow Peril discourse by looking at its cultural deployment and repercussions worldwide.

Building on the richly detailed historical studies already published in the context of the United States and Europe, contributors to Yellow Perils confront the phenomenon in Italy, Australia, South Africa, Nigeria, Mongolia, Hong Kong, and China itself. With chapters based on archival material and interviews, the collection supplements and often challenges superficial journalistic accounts and top-down studies by economists and political scientists. Yellow Peril narratives, contributors find, constitute cultural vectors of multiple kinds of anxieties, spanning the cultural, racial, political, and economic. Indeed, the emergence of the term “Yellow Peril” in such disparate contexts cannot be assumed to be singular, to refer to the same fears, or to revolve around the same stereotypes. The discourse, even when used in reference to a single country like China, is therefore inherently fractured and multiple.

“A timely and provocative book.”
Madeline Y. Hsu, China Quarterly

“A remarkable, coherent, and recommendable work that offers … innovative panoramic discourses about China from a contemporary perspective.”
David Martinez-Robles, China Review International

“An elegant and timely collection of essays showing the persistence and the virulence of many varieties of ‘Yellow Peril’ discourse—both in the West and within East Asia itself. A touchstone for further work on this important subject.”
—Michael Keevak, author of Becoming Yellow: A Short History of Racial Thinking

“Yellow Perils: China Narratives in the Contemporary World initiates an area of study that is of crucial importance in our increasingly polarized societies.”
Anne Witchard, Modern Chinese Literature & Culture

Yellow Perils is a fascinating read for students interested in the global reconfigurations of interethnic relations, particularly those that have been triggered by the twenty-first century rise of China.”
—Ka-Kin Cheuk, Pacific Affairs

“This book is timely in that it helps us understand the potency of yellow peril during the COVID-19 outbreak.”
—Karen T. Sy de Jesus, Asian Ethnology

KK

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